28. Januar 2026

Information

Mehr als Medizin

Die 23 Ordensspitäler Österreichs sind nicht nur unverzichtbare Säulen der
heimischen Gesundheitsversorgung, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsmotor. Das
zeigt eine aktuelle Studie der Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH, die von der
Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs in Auftrag gegeben wurde. Die
Ergebnisse zum ökonomischen Fußabdruck wurden am 28. Jänner präsentiert.

Die Ordensspitäler erzeugen eine Gesamtwertschöpfung von rund 4 Milliarden Euro.
Gemessen am österreichischen Bruttoinlandsprodukt bedeutet das: Jeder 111. Euro, der in
Österreich an Wertschöpfung entsteht, geht direkt oder indirekt auf die 23 Ordensspitäler
zurück. „Diese Zahlen sind für uns eine Bestätigung unseres täglichen Handelns auf
mehreren Ebenen“, betont Dir. Mag. Peter Ausweger, Gesamtleiter der Einrichtungen der
Barmherzigen Brüder. „Wir sichern nicht nur eine verlässliche Versorgung auf medizinischem
Spitzenniveau, sondern leisten auch einen erheblichen Beitrag zur österreichischen
Wirtschaft. Mit 4 Milliarden Euro Wertschöpfung, über 41.000 Arbeitsplätzen und rund 1,5
Milliarden Euro Rückflüssen an den Staat übernehmen die Ordensspitäler umfassende
wirtschaftliche Verantwortung.“

Starke regionale Effekte
Die Wertschöpfung verteilt sich unterschiedlich auf die Bundesländer. Die stärksten Effekte
zeigen sich in Oberösterreich mit 1,76 Milliarden Euro – das entspricht jedem 43. Euro des
oberösterreichischen Bruttoregionalprodukts – sowie in Wien mit 847 Millionen Euro, was
jedem 130. Euro des Wiener Bruttoregionalprodukts entspricht.


Auch Bundesländer ohne Ordensspital profitieren
Die wirtschaftlichen Effekte reichen weit über die Standorte der Ordensspitäler hinaus.
Selbst in Bundesländern ohne Ordensspital wird indirekt Wertschöpfung erzeugt – etwa 101
Millionen Euro in Niederösterreich und 11 Millionen Euro in Vorarlberg.


Jeder direkte Arbeitsplatz schafft mehr als einen weiteren Job
Die Ordensspitäler beschäftigen direkt rund 20.000 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente).
Insgesamt sichern oder schaffen sie jedoch 41.400 Vollzeitarbeitsplätze in Österreich. Das
entspricht etwa jedem 92. Arbeitsplatz im Land.
„Jeder direkte Arbeitsplatz in einem Ordensspital schafft mehr als einen weiteren
Arbeitsplatz in der Region“, betont Dipl.-Math. Dr. Michael Scholz, Studienautor bei
JOANNEUM RESEARCH.

1,5 Milliarden Euro Rückflüsse an Staat und Sozialversicherungen
Die Ordensspitäler leisten auch einen erheblichen fiskalischen Beitrag. „Die Rückflüsse in
das öffentliche Budget betrugen im Jahr 2024 rund 1,5 Milliarden Euro aus
Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern. Von jedem Euro, den die Ordensspitäler direkt
erwirtschaften, fließen rund 37 Cent zurück an Staat und Sozialversicherungen“, so Scholz.

Verdoppelung der Wertschöpfung seit 2018
Die Entwicklung seit der letzten Studie aus dem Jahr 2018 ist beeindruckend: Die
Gesamtwertschöpfung hat sich innerhalb von sechs Jahren verdoppelt – von rund 2 auf 4
Milliarden Euro. Auch der Anteil der Ordensspitäler an der direkten Bruttowertschöpfung
des gesamten Gesundheitswesens ist deutlich gestiegen – und zwar um das 1,5-Fache, von
5,0 Prozent (2018) auf 7,6 Prozent (2024).
„Das zeigt: Die Ordensspitäler haben ihre Produktivität durch Investitionen, effizientere
Prozesse und hochwertige medizinische Leistungen deutlich gesteigert“, so Ausweger.


Vergleichbar mit bedeutenden Wirtschaftssektoren
Die direkte Bruttowertschöpfung der Ordensspitäler in Höhe von 2,1 Milliarden Euro
entspricht in etwa jener des Sektors Forschung und Entwicklung (2,3 Milliarden Euro) und
liegt leicht über jener des Sektors Werbung und Marktforschung (1,99 Milliarden Euro).
„Auch bei der Beschäftigung sind die Ordensspitäler mit großen Wirtschaftssektoren
vergleichbar – etwa der chemischen Industrie oder dem Sektor
Informationsdienstleistungen. Die Ordensspitäler sind damit nicht nur medizinische
Einrichtungen, sondern wichtige wirtschaftliche Player in Österreich“, erläutert Ausweger.

Die gesamte Studie mit detaillierten Bundesländer-Zahlen steht unter
www.ordensspitaeler.at zum Download bereit.


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